Vom Aufweichen der Grenzen: Schöneberger in der Teestube

Es gibt sie, die Grenze, die den Norden Berlins vom Süden trennt.

Eine unsichtbare, aber deutlich zu fühlende Linie, die etwa auf der Höhe des Kudamms verläuft, hält nicht wenige Menschen der südlichen Statdbezirke davon ab, sich auch den Norden der Stadt für sich zu erschließen.

So hatten die Teamerinnen und Teamer aus der Region Schöneberg-Mitte tatsächlich das Gefühl, in eine andere Stadt zu fahren, als wir uns aufmachten, das erste Juliwochenende in der Teestube Frohnau zu verbringen. Eine Teamerschulung mit Jugendlichen aus drei Kirchengemeinden sollte an diesem Wochenende ihren Höhepunkt und Abschluss finden.

Für mich selbst war es dagegen ein wenig wie nach Hause kommen. Nicht umsonst war es mein großer Wunsch, dass wir das Wochenende an einem Ort verbringen, der eindeutig Jugendarbeit atmet wie die Teestube Frohnau, von der ich nur allzu gut weiß, wie einladend sie auf Jugendgruppen wirkt und wie leicht Jugendliche sie sich zu eigen machen können.

Und so lag es gewiss zu einem nicht geringen Teil auch am Jugendheim, dass aus drei unterschiedlichen Gruppen im Laufe der drei Tage eine Gruppe wurde. Die Grenzen der Gemeinden weichten zunehmend auf und plötzlich war es nicht mehr wichtig, ob jemand aus der Gemeinde zum Heilsbronnen kommt oder aus Apostel Paulus. Wo man Teamer werden will, das hing auf einmal von ganz anderen Faktoren ab. Das freut mich als Mitarbeiter in der Region Schöneberg-Mitte sehr.

Wir bedanken uns bei Axel Wolf für die unkomplizierte Möglichkeit der Übernachtung in der Teestube und auch bei Ulrich Schöntube für einen inspirierenden Gottesdienst am Vorabend der Konfirmation, der unter den Teamerinnen und Teamern für Gesprächsstoff gesorgt hat.

Außerdem freuen wir uns auf die nächste Gelegenheit, die Grenze vom Süden nach Norden zu überschreiten und wieder einmal in Frohnau zu Gast zu sein.

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